Strategie

Die Top-5 Purpose-Marketing-Kampagnen

Christoph Kruse
Christoph Kruse
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2020.

Ein Jahr, das wir eigentlich nicht weiter kommentieren möchten. ABER es gab trotz der vielen negativen Schlagzeilen rund um die Pandemie, Fake News oder Unruhen auch durchaus einige positive Entwicklungen, unter anderem ein großer Widerstand gegen die Ungleichbehandlung von Personen unterschiedlicher Ethnien und Kampagnen für Diversität und Toleranz.

In der aktuellen Zeit sorgen politische und gesellschaftliche Statements von Marken für starke Reaktionen. Nicht jede Marke will das Risiko eingehen und sich positionieren, doch die positiven Beispiele in der Übersicht bestärken vielleicht den ein oder anderen Marketer, selbstbewusster mit dieser sensiblen Thematik umzugehen. Die #StopHateforProfit-Initiative hat uns gezeigt, dass Marken nicht unabhängig von Werbeumfeldern und von sozialen Entwicklungen existieren können. Purpose Marketing ist nicht mehr nur ein Buzzword, sondern fast eine Notwendigkeit geworden.

Laut eMarketer ist für 61% der Kunden Inklusion ein entscheidender Faktor für die Markenbindung. Wir behandeln das Thema unter anderem auch in unserem Outbrain Unveil Event am 27. Januar. Meldet Euch an und verpasst keine wertvollen Tipps für Eure Online-Kampagnen in 2021.

Purpose Marketing ist gekommen, um zu bleiben. Die folgenden Beispiele sollen inspirieren und die Bandbreite an Möglichkeiten zeigen, wie sich unternehmen positionieren können.

1. Nike | You can’t stop us

Nike sorgte mit einem emotionalen Video für einen Gänsehautmoment in der Werbebranche. Die “You Cant’t Stop Us”-Kampagne nimmt eine ganze Bandbreite an Themen (Corona, Gleichheit der Geschlechter und Ethnien, Inklusion) auf und zeigt, dass die Menschen selbst es in der Hand haben, Veränderungen herbeizuführen.

2. Deutsche Telekom | What We Do Next

Die Kampagne zum Weltjugendtag der Deutschen Telekom brach mit Vorurteilen: Jugendliche, die in digitalen Medien versinken, informieren sich, verbinden sich und bringen den Wandel, den wir nötig haben. Auf der Kampagnenseite wurden Jugendliche aufgerufen, Projekte von jungen Aktivisten zu teilen und der Blog gab unter anderem Nachhaltigkeitstipps.

3. Aldi | #GemeinsamGehtAlles

Zu Beginn der Pandemie setzten Marketing-Abteilungen schnell viele beeindruckende Kampagnen um. Aldi setzte auf User-generierten Content und stellte mit #GemeinsamGehtAlles nicht nur die eigenen Mitarbeiter in den Fokus, sondern alle Personen, die für ihre Mitmenschen da sind, um sie in der Krise zu unterstützen. Das emotionale Video setzte sich mit der Einbindung von nebenan.de, einer Online-Nachbarschaftshilfe, auch aktiv für mehr Miteinander ein.

4. P&G | Talk About Bias

P&G setzt sich als Konzern auf unterschiedlichen Ebenen für mehr Inklusion und Diversität ein. Ursprünglich schon 2019 vor den Black-Lives-Matter-Protesten erschienen, zeigt der Film “The Look”, mit welchen Vorurteilen Menschen mit dunkler Hautfarbe leben müssen. Die dazugehörige Webseite erklärt die Vorurteile und soll als Diskussionsgrundlage dienen.

5. Mercedes-Benz | Stay at Home

Ein Automobilhersteller und Stillstand – wie passt das zusammen? Mercedes-Benz verzichtete auf spektakuläre Bilder eines Fahrzeugs in Bewegung, sondern dankte zurückhaltend allen Personen, die sich für andere einsetzen. Das Beispiel zeigt, wie sich auch Unternehmen für einen guten Zweck einsetzen können, die nicht zu 100% zum gerade gefragten Thema passen. Mercedes-Benz gelang es mit dem Video, geschmackvoll ein Zeichen zu setzen.

Diese Beispiele aus unterschiedlichen Branchen zeigen, wie Marken sich mit einzelnen Maßnahmen oder großen Kampagnen “für das Gute” einsetzen. Entscheidend ist Authentizität, denn Marken sollten es vermeiden, opportunistisch nur in dem Moment für eine Idee zu stehen. Mehr zu dem Thema erfahrt Ihr bei Outbrain Unveil am 27. Januar.

Christoph Kruse

Christoph Kruse

Christoph ist Marketing Manager D/A/CH bei Outbrain und verantwortlich für alle Marketingaktivitäten im deutschsprachigen Raum.