Publisher

5 Trends, die dieses Jahr für Publisher wichtig werden

Tom Vogt
Tom Vogt

Über den Jahreswechsel haben zahlreiche Experten in die Glaskugel geblickt, um die wichtigsten Trends der Medien- und Publisherwelt zu beschreiben. Wir wollten es genauer wissen und haben Gespräche mit unseren Partnern geführt, um zu identifizieren, was für sie wirklich wichtig wird und was wir bei Outbrain tun können, um ihnen zu helfen, diese Trends zu ihrem Vorteil zu nutzen.

1. Anhaltende Investitionen in die Diversifizierung der Einnahmen

Medienunternehmen haben in der Vergangenheit eine Reihe von Monetarisierungsmethoden der Print-Welt eingesetzt: Abonnements, Advertorials, Produktproben, Nutzerangebote und mehr.

Wir erwarten, dass Medienunternehmen weiterhin in neue Online-Einnahmequellen investieren werden, die den Wert ihrer einzigartigen Marke und ihrer Nutzer maximieren und gleichzeitig direkte Einnahmen und Möglichkeiten zum Erwerb von 1st-Party-Daten schaffen.

Trotz dieser Entwicklung zeigt eine aktuelle Digiday-Studie, dass der Großteil der Einnahmen zur Finanzierung des Journalismus nach wie vor durch Werbung erzielt wird. Wird das Jahr 2022 der Wendepunkt sein, an dem die Bemühungen um eine Diversifizierung der Einnahmen zu immer höheren Einnahmen führen? 

Bei Outbrain haben wir in Tools wie Audience Campaigns und Conversion Cards investiert, um unseren Partnern zu helfen, ihre eigenen kommerziellen Inhalte in Outbrain-Widgets einzubinden. Wir freuen uns darauf, hier im Jahr 2022 noch mehr zu erreichen!

2. Die Evolution der Online-Identität 

Es ist kein Geheimnis, dass das Ende des 3rd-Party-Cookies bevorsteht. Wir sind überzeugt, dass die Themen Identität, Datenschutz und Compliance auf den To-Do-Listen der Publisher einen hohen Stellenwert einnehmen werden, und zwar in mehrfacher Hinsicht:

  • Alternative Identifikatoren erkunden: Die Branche sucht nach Innovationen, um das richtige Gleichgewicht zwischen verbesserter Anonymität für die Nutzer und besserer Personalisierung für die Werbetreibenden zu finden und den ROAS zu verbessern. 
  • Anpassung an sich ändernde Branchenvorschriften: Wie sich im letzten Jahr in Europa gezeigt hat, werden die Datenschutzvorschriften immer komplexer und umfassender. Verlage, die ein globales Publikum bedienen, müssen sicherstellen, dass sie auf dem neuesten Stand sind und die richtigen Mechanismen einrichten, um die Vorschriften zum digitalen Datenschutz in allen Regionen einzuhalten.
  • Änderungen bei Webbrowsern: Im letzten Jahr gab es mehrere wichtige Ankündigungen, insbesondere von Google Chrome (Cookies von Drittanbietern) und Apple (iOS/IDFA-Änderungen). Wir erwarten, dass auch 2022 neue Protokolle für die Verlagsbranche eingeführt werden. 

3. Video wird immer beliebter

Videoinhalte haben sich als eine der effektivsten Möglichkeiten für Werbetreibende erwiesen, ihre Botschaft zum Leben zu erwecken und die Markenbindung zu erhöhen. Ihre Beliebtheit bei der Zielgruppe, die Inhalte online entdecken und sich mit ihnen auseinandersetzen möchte, scheint nicht nachzulassen. Auch im Jahr 2022 wird Video weiter stark wachsen. Medienunternehmen werden sowohl in die Erstellung von Videos als auch in die Nutzung von Videos als leistungsstarkes Storytelling- und Monetarisierungsinstrument investieren.

Outbrain kündigte vor kurzem Pläne zur Stärkung des Videoangebots durch die Übernahme von video intelligence (vi) an. Dadurch werden unsere Partner in der Lage sein, die Nutzerbindung und Monetarisierung durch relevante Mid- und Top-of-Article-Videolösungen im Jahr 2022 zu verbessern. 

4. Die steigende Bedeutung von Web Vitals

Als Google das Web Vitals-Programm ausweitete, wurden diese Metriken 2021 ebenfalls in SEO-Ranking-Entscheidungen einbezogen. Parallel dazu hat Google die Regeln für die Aufnahme von AMP-Seiten in das Top-Stories-Karussell gelockert. Da hinter AMP und Web Vitals das Ziel einer verbesserten Seitenleistung steht, rechnen wir damit, dass AMP Page Views zugunsten von Artikeln mit guten Web Vitals zurückgehen werden. Deshalb werden Publisher die Messung und Verbesserung von Web Vitals intensivieren, da deren Bedeutung zunimmt. 

Wir bei Outbrain haben bereits viele Maßnahmen ergriffen, um unsere Partner bei der Überwachung, Abschwächung und Minimierung der Auswirkungen auf Web Vitals zu unterstützen. In den kommenden Monaten ist noch viel mehr geplant. Aktuell schreiben wir an einer Blog-Reihe zu Googles Core Web Vitals

5. Medienunternehmen setzen auf Machine Learning und KI

Einer der Vorteile der Digitalisierung war schon immer die Möglichkeit, dynamische, personalisierte und ansprechende Inhaltserlebnisse zu schaffen. Mit der Covid-Pandemie, die den digitalen Wandel in allen Aspekten unseres Lebens vorantreibt, erwarten wir eine zunehmende Einführung von KI- und Machine-Learning-Technologien, die das Potenzial haben, immer anspruchsvollere Inhalte und Werbeerlebnisse zu ermöglichen. In einem kürzlich erschienenen Artikel der Harvard Business Review wird eine Studie zitiert, die zeigt, dass 86% der befragten Unternehmen der Meinung sind, dass die KI-Technologie “zum Mainstream wird”. Unternehmen setzen KI-Technologien zunehmend in allen Bereichen ein, z. B. im Lieferkettenmanagement, in der Produktivität und bei der Bereitstellung von Dienstleistungen. KI und maschinelles Lernen bieten ein enormes Potenzial bei der Bereitstellung, Entdeckung, Einbindung und Monetarisierung digitaler Inhalte.

Auch wir bei Outbrain setzen auf maschinelles Lernen und KI mit unserer neuen, verbesserten Infrastruktur Smartlogic, die intelligentere Entscheidungen über die Reihenfolge, das Verhältnis und die Benutzeroberfläche der Empfehlungen automatisch trifft. Wir führen diese neue Technologie in unserem gesamten Netzwerk ein, wobei Partner wie Funke Digital, Euronews, El Economista und Bizportal bereits beeindruckende Erfolge im Audience Engagement und der Umsatzsteigerung verzeichnen konnten.

2022 hält einige große, entscheidende Trends für die Branche bereit. Wir stehen Medienunternehmen natürlich auch in diesem Jahr zur Seite, um aktuelle Herausforderungen zu meistern und sie bei der erfolgreichen Umsetzung ihres Geschäftsmodells zu unterstützen. Bei Fragen stehen die Outbrain-Ansprechpartner natürlich gerne zur Verfügung.

Tom Vogt

Tom Vogt

Thomas (Tom) Vogt lebt und arbeitet mit einer kurzen Unterbrechung seit mehr als 20 Jahren in München und verantwortet bei Outbrain den Bereich “Publisher” für die D-A-CH Region. Tom verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im digitalen Business. Bevor er bei Outbrain einstieg, war er u.a. beim Pay-per-Click Vermarkter MIVA (Espotting) für das Publisher Business verantwortlich, bevor er Co-Founder der NativeAds GmbH wurde, die dann von der Seeding Alliance GmbH übernommen wurde. Bei diesen beiden Unternehmen lag sein Fokus ebenfalls auf dem strategischen Auf- und Ausbau des Publisher-Netzwerkes. Auch aufgrund dieser Stationen kennt Tom die Publisher-Landschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.