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Was ist bei der Auswertung von Core Web Vitals zu beachten?

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Matthias Wierowski
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Willkommen zurück bei unserer Core Web Vitals-Serie. In unserem ersten Beitrag haben wir bereits erklärt, was Core Web Vitals sind und wodurch sie beeinflusst werden. Werfen wir nun einen Blick auf einige Kriterien, die bei der Core-Web-Vitals-Analyse berücksichtigt werden sollten. 

Core Web Vitals sind dynamisch und müssen daher über einen längeren Zeitraum beobachtet werden

Websites und ihre Elemente ändern sich kontinuierlich und mit jeder Aktualisierung. Ein Durchschnittswert, basierend auf allen Website-Elementen, bildet die Basis einer Core-Web-Vitals-Bewertung und kann von Seite zu Seite oder abhängig von der Zielgruppe unterschiedlich sein. 

Faktoren, die eine Core-Web-Vitals-Bewertung beeinflussen:

  • Diversifizierung: Deine Website muss für alle Endgeräte und Internetverbindungen, die deine Zielgruppen verwenden, optimiert werden.
  • Seitenübergreifende Elemente: Verschiedene redaktionelle Inhalte oder Website-Elemente können auf unterschiedlichen Seiten verwendet werden. Abhängig von Seite und Rubrik können die gemessenen Metriken daher variieren.
  • Drittanbieter-Elemente: Inhalte oder Anzeigen von Drittanbietern können sich direkt oder indirekt auf deine Core Web Vitals auswirken. 

Weitere Faktoren:

  • Core Web Vitals sind Durchschnittswerte aller Seiten und Zielgruppen auf einer Website.
  • Google bewertet die Daten über einen Betrachtungszeitraum von 28 Tagen, daher kann es etwas dauern, bis mögliche Änderungen eine Wirkung zeigen.  
  • Da es sich bei Core Web Vitals nicht um statische Werte basierend auf einmaligen Datenerhebungen handelt, sind kontinuierliche Analysen erforderlich, um minimale Auswirkungen erfassen und die bestmögliche Website-Performance für deine Zielgruppen garantieren zu können.

Felddaten vs. Labordaten

Es ist zudem wichtig, die Grundlage der Monitoring-Daten zu berücksichtigen. Allgemein werden die Leistungskennzahlen einer Website mit zwei Methoden gemessen:

Labordaten

Daten, die durch Tools gesammelt werden, die eine Website in einer künstlichen bzw. kontrollierten Umgebung simulieren.

Stärken:

  • Reproduzierbare Ergebnisse, die bei der Fehlersuche hilfreich sind
  • Leichtere Identifizierung und Isolierung von Problemen

Schwächen:

  • Erfasst nicht alle realen Probleme, mit denen User konfrontiert sind

Labordaten sind für Entwicklerteams nützlich, um kontrollierte Tests durchzuführen. Sie spiegeln jedoch nicht die realen Core-Web-Vitals-Metriken wider. 

Felddaten

Daten, die durch reale Nutzer einer Website und deren individuelle Netzwerkverbindungen und Endgeräte gesammelt werden.

Stärken:

  • Erfasst reale Erfahrungswerte 
  • Einfachere Verknüpfung mit den KPIs
  • Tatsächliche Werte, die SEO relevant sind

Schwächen:

  • Begrenzte Möglichkeiten zur Fehlerbehebung und die Notwendigkeit, weitere, externe Anbieter hinzuzuziehen, um die Auswirkungen bzw. mögliche Verbesserungen in der Praxis besser messen zu können.

Felddaten sind nützlich, um reale Werte unter anderem zu Zielgruppen, Seiten, Geräten und Internetverbindungen zu sammeln.

Die Gegenüberstellung zeigt, dass keiner der beiden Datentypen besser ist als der andere. Vielmehr solltest du beide verwenden, um eine gute Performance deiner Website gewährleisten zu können. Um sicherzustellen, dass mögliche Änderungen keine negativen Auswirkungen haben, ist es wichtig, diese vorab zu validieren, bevor sie in der Praxis umgesetzt werden. Weitere Informationen zu Labor- und Felddaten findest du hier.

Wir hoffen, diese kurze Zusammenfassung ist hilfreich für deine Core-Web-Vitals-Strategie. Im nächsten Beitrag werden wir dir Tipps zur Einrichtung eines Core-Web-Vitals-Dashboard und zur Erfolgskontrolle von Tests mit auf den Weg geben.

Für weitere Informationen oder Ratschläge zum Thema Core Web Vitals, steht dir dein Outbrain Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

Dieser Artikel ist im Original auf Englisch erschienen. 

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Matthias Wierowski

Matthias ist mit Ligatus, wo er bereits seit 2006 im Publisher Management tätig war, zu Outbrain gekommen und ist seither nicht mehr wegzudenken. Mit über 18 Jahren Erfahrung im Digital Marketing kümmert er sich als Leading Expert im Engage Team um innovative Native-Monetarisierungs-Lösungen für Outbrains Top-Publisher und unterstützt den programmatischen Reichweiten-Einkauf in der DACH-Region. Wenn er sich nicht gerade in internationalen Projekten für Outbrain engagiert, schraubt der Bonner am liebsten an seinen beiden alten Volvos herum.