Warum Native Ads 2017 in jede Marketingstrategie gehören

Content-Marketing & Discovery

Warum Native Ads 2017 in jede Marketingstrategie gehören

| Jonathan Long

Native Ads

Dieser Artikel wurde von Jonathan Long ursprünglich auf Englisch veröffentlicht. Ihr könnt ihn hier finden.

Native Advertising ist noch immer eine recht neue Marketingstrategie. Viele Marketer hegen daher noch Zweifel und sind sich nicht sicher, ob sie schon jetzt darauf setzen sollen. Um diese Zweifel direkt aus dem Weg zu räumen: Native Advertising funktioniert wirklich. Kürzlich hat eine neue Studie im American Behavioral Scientist sogar festgestellt, dass Kunden native Werbung immer stärker akzeptieren.

Als Gründer einer Digital-Marketing-Beratungsagentur habe ich aus erster Hand gesehen, wie effektiv Native Advertising für große Konzerne aber auch für kleinere Unternehmen ist. Momentan arbeitet meine Agentur daran, mit Sexy Smile Kit (einem Unternehmen, das sich auf Zahnaufhellung spezialisiert hat) einige Consumer-Produkte auf den Markt zu bringen. Die ersten davon wurden bereits gelauncht. Wir wenden unterschiedliche Strategien an, um die Marke bekannter zu machen. Native Ads sind dabei ein wichtiger Eckpfeiler unserer digitalen Marketingstrategie. Dafür gibt es einige gute Gründe.

Native Ads schrecken Kunden nicht ab wie Display-Werbung

Wir haben nun fast 2017 — die Standard Leaderboard 728×90 und Medium Rectangle 300×250 Banner sind nicht mehr effektiv. Die einzigen Unternehmen, die von solchen Formaten profitieren, sind die Publisher, die viele Page Visits haben und nach TKP abrechnen. Viele Marketer mussten einsehen, dass solche “Oldschool”-Methoden nicht mehr zeitgemäß sind.

Pop-Ups und Full-Page Overlays gehen Webseitenbesucher regelrecht auf die Nerven, während Native Ads sich angenehm in den Content der Seite einfügen und nicht als störend wahrgenommen werden. Die Kunden erkennen an der Markierung zudem, dass es sich um Anzeigen handelt.

John Rampton, Gründer von Due.com, stimmt damit überein, dass Native Advertising keine Barriere aufbaut, wie es bei anderen digitalen Werbeformaten der Fall ist: „Nutzer akzeptieren native Werbung, weil die Informationen, zu denen sie führen, stark verwandt sind mit den Inhalten, mit denen sie aktuell interagieren. Das hilft dem Werbenden, fast instantan Vertrauen aufzubauen. Da Native Advertising als qualitativ hochwertigerer Content angesehen wird, resultiert dies in einem besseren Conversion-Ergebnis.“

Deutlich besserer Traffic dank Native Ads

Qualität zählt auch beim Webseiten-Traffic mehr als Quantität. Viele Marketing-Agenturen messen ihren Erfolg noch immer anhand der Anzahl an Besuchen, die eine Kampagne erzeugt hat. Dabei ist diese Zahl in der Realität für sich genommen wertlos. Die Conversion Rate ist der Wert, der wirklich zählt: Wie viel Traffic wurde in Sales umgewandelt, der sich am Ende positiv auf das Geschäftsergebnis auswirkt?

Native Werbung hilft, aufgrund der durchdachten, benutzerdefinierten Targeting-Funktionen einen qualitativ sehr hochwertigen Traffic zu erzielen. Der Content lässt sich so optimal an das Angebot eines Unternehmens anpassen. Wenn also ein Kunde auf eine Anzeige klickt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er sich wirklich für das Angebot der Firma interessiert.

Nehmen wir die neue Zahnaufhellungsfirma als Beispiel. Wenn wir eine traditionelle Bannerkampagne gestartet hätten, hätten wir viele Klicks bekommen. Der Traffic käme jedoch von einer großen Anzahl unterschiedlicher Webseiten – von Automobilblogs und Gossip-Webseiten bis hin zu Meme-Verzeichnissen. Ein Teil dieses Traffics würde sicher auch in Verkaufserfolgen umwandeln, aber er wäre nicht zielgerichtet.

Eine Native-Ad-Kampagne positioniert unser Angebot in verwandtem Content, von Gesundheit über Wellness hin zu Beauty. Diese User werden deutlich mehr Interesse für ein Zahnaufhellungskit haben als jemand, der nach einem lustigen Meme sucht, das er auf Social Media posten kann. Ich selbst würde lieber 100 Besucher haben, die meine Webseite über eine Native Ad erreichen, als 1.000 Besucher von einer großen Anzahl unterschiedlicher Internetseiten. Ein größerer Anteil der Besucher lässt sich in Sales umwandeln – und das senkt die Kosten.

Native Advertising senkt den CPA

Native Werbung ist häufig deutlich kosteneffizienter und sorgt für einen geringeren CPA (Cost-per-Acquisition). Nehmen wir das Beispiel einer Consulting-Firma: Wenn wir 1 Euro pro Klick auf einer Pay-Per-Click-Plattform bezahlen, kosten uns 1.000 Besucher 1.000 Euro. Bei einer Conversion Rate von 1% haben wir am Ende 10 Kunden. Für einen einzelnen Kunden haben wir also 100 Euro bezahlt.

Wenn wir nun einen gut durchdachten Content erstellt haben, der sich genau auf das Consulting-Angebot konzentriert, können wir Native Advertising nutzen, um ihn zwischen anderen Content zu platzieren, der von Geschäftsinhabern, Entscheidern, etc. gelesen wird. Selbst, wenn wir nun 3 Euro pro Klick zahlen, schadet das nicht, denn die Conversion Rate ist bei der genaueren Zielgruppe auch dementsprechend höher. Die gleiche Anzahl von 1.000 Besuchern wird zwar mehr kosten (3.000 Euro), aber wenn wir bei diesem Traffic eine Conversion Rate von 4% erreichen, haben wir einen CPA von 75 Euro. Skalieren wir diesen Betrag, macht dies einen enormen Unterschied.

Wir sollten uns also nie auf den CPC (Cost-per-Click) allein konzentrieren. Es sind die Akquisitionskosten, die den Unterschied machen. Und Native Ads können helfen, diese Zahl signifikant zu reduzieren.

Jonathan Long

Jonathan Long

Jonathan Long ist Gründer von Market Domination Media®, einer Online-Marketing-Beratungsagentur.

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